Wieso und Wo gehe ich in die Physiotherapie?
Einige von euch waren wahrscheinlich auch schon einmal in der Physiotherapie oder haben Personen im Umfeld, die sich aktuell in therapeutischer Behandlung befinden. Wie so oft in der Medizin ist es manchmal schwierig abzuschätzen, was eine qualitativ gute Behandlung ausmacht und wie man den Erfolg von therapeutischen Behandlungen messen kann. Zusätzlich gibt es auch wenig Möglichkeiten im Voraus abzuklären, wie man zu einer guten Therapeutin/einem guten Therapeuten kommt.
Hier zeige ich euch eine Übersicht, wie man die Physiotherapie besser verstehen und beurteilen kann.
Wann benötigt man Physiotherapie?
- Nach Sport Verletzungen
- Zur Rehabilitation nach Operationen
- Um leistungsfähiger und belastbarer zu werden im Alltag und beim Sport
- Um Einschränkungen wie Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und Nackenschmerzen zu verbessern
- Bei Kopfschmerzen oder Kieferschmerzen
- Nach der Geburt: Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining
- Bei angeborenen Haltungsstörungen
Wie kann ich Die Richtige Physiotherapie in Zürich finden?
Folgende Richtlinien helfen dir, die Qualität deiner Therapie besser zu beurteilen.
Ablauf einer guten Physiotherapie
- Der 1. Befund
- Die Therapeutin/der Therapeut nimmt sich Zeit um die ärztliche Diagnose zu bestätigen und diese um seine eigenen Erkenntnisse zu erweitern. Dieser Befund dauert idealerweise eine Stunde.
- Fundierte Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates
- Die Therapeutin/der Therapeut untersucht auch die umliegenden Gelenksstrukturen der betroffenen Problematik.
- Gemeinsame Zielsetzung, bestimmen von Meilensteinen
- Anhand der Diagnose und der Untersuchungsergebnisse werden gemeinsam mit der Patientin/dem Patienten messbare Ziele bestimmt.
- Objektiv messbare Verlaufszeichen bestimmen
- Anhand der Untersuchung erklärt die Therapeutin/der Therapeut der Patientin/dem Patienten die vorliegenden Einschränkungen und bestimmt dabei Ziele die erreicht werden müssen.
- Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
- Die Medizin ist stets im Wandel, eine gute Therapeutin/ein guter Therapeut kennt die aktuelle Studiengrundlage und kann diese kritisch beurteilen.
- Rehabilitation: Behandlung nach Schema der Klinik
- Nach den meisten Operationen geben die verschiedenen Kliniken bestimmte Richtlinien vor. Bei vielen Operationen gibt es zusätzlich internationale Richtlinien an die sich die Therapeutin/der Therapeut halten kann.
Mit welchen Mitteln erreicht man in der Therapie die gesteckten Ziele?
- Manuelle Therapie, verbessern der Gelenksbeweglichkeit bei bestehenden Einschränkungen
- Aktives Arbeiten an Schwachpunkten mit Hilfe von Training in der Therapie und Übungen/Hausaufgaben
- Erkennen von zusätzlichen Belastungsquellen: zu wenig Trinken, zu wenig Schlaf, falsche Work-Life-Balance Planung
- Schrittweise Steigerung der Belastungen und im Alltag. Beispiel Jogging: das Knie schmerzt - Jogging wird während der Therapie Phase komplett gestoppt. Besser: man versucht während der Therapie bereits wieder mit dem Jogging anzufangen. Dies kann z.B. mit einem Intervall von 10 Minuten joggen, 5 Minuten walken, 10 Minuten joggen, etc. erreicht werden.
- Sinnvoll sind auch Aufbauprogramme wie Strength Foundation oder MTT Training
Fehlerquellen in der Physiotherapie
- Mit der Patientin/dem Patienten wird keine klare Zielvereinbarung definiert - „kein Schmerz mehr“ ist kein deutlich messbares Ziel
- Die Therapeutin/der Therapeut konzentriert sich nur auf die verletzte oder überlastete Struktur. Schmerzt das Knie, können z.B. die Einschränkungen auch vom Fuss und/oder von der Hüfte kommen.
- Die Therapeutin/der Therapeut erklärt der Patientin/dem Patienten nicht weshalb er gewisse Behandlungstechniken durchführt
- Nach der Behandlung oder im Verlauf der Behandlung werden keine Verlaufsparameter gemessen
- Nach bestimmten Operationen behandelt die Therapeutin/der Therapeut nur nach eigenem Wissen und Erfahrung, die Rehabilitationsrichtlinien werden nicht beachtet
Weitere Negativ Beispiele
Ein häufiger Unfallmechanismus sind Sprunggelenksverletzungen. Oftmals werden diese bagatellisiert. „ 3 Wochen Pause vom Sport, dann dürfen Sie wieder ins Training einsteigen“. Dies führt dazu, dass dieselbe Verletzung schneller wieder kommt oder, dass Folgeschäden entstehen.
Die Patientin/der Patient wird von der Therapeutin/dem Therapeuten nur manuell behandelt. Ohne zusätzliches selbständiges Arbeiten an den Schwachstellen werden die Probleme kaum verschwinden. Ein- bis zweimal 30 Minuten Therapie pro Woche wird zum Beispiel die Gelenksbeweglichkeit, oder die Gelenksstabilität nicht soweit voranbringen wie benötigt.
Ebenfalls lohnt sich eine Suche über das Suchportal Coachfrog, welches Bewertungen von Kundinnen und Kunden über einzelne Anbieter enthält.